Uralte Gesteine entstanden rein anorganisch

29. Oktober 2009

Die Chemie der Erdkruste ist verantwortlich für den Niedergang von Bändererzen am Ende des Präkambriums.

Bändererz (Wikipedia, Creative Commons)

Bändererz (Wikipedia, Creative Commons)

Bändererze oder Banded Iron Formations (BIFs) sind mächtige Wech­sellagerungen aus eisen- und siliziumreichen Schichten, deren Entstehung vor 1,8 Milliarden Jahren abrupt aufhörte. Wie US-Geologen in der Zeitschrift Nature Geoscience berichten, haben sie deren Entstehung in einem thermo­dynamischen Modell nachgestellt. Danach zer­setze Thermalwasser besonders aluminiumar­me Gesteine und löste Eisen heraus. Im Kon­takt mit Meerwasser seien abwechselnd Eisen- und Siliziumminerale stabil und würden mas­senhaft am Meeresboden ausgefällt.

Der Vorgang lief über zwei Milliarden Jahre regel­mäßig ab. Am Ende des Präkambriums wurden ozeanische Krustengesteine zunehmend alumi­niumreicher. Die hydrothermalen Lösungen transportierten nicht nur Eisen, sondern auch Aluminium, was nun zur bevorzugten Ausfäl­lung von Eisenaluminiumhydroxiden führte. Mit ihrem Ergebnis widersprechen die For­scher einer Theorie, wonach Mikroorganismen für die Entstehung von Bändererzen verant­wortlich seien.

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