Archive for the tag 'Erneuerbare Energie'

Solarförderung: Ein Schwanzhund?

Juni 7th, 2010

(blhphotography auf Flickr, CC-BY)

(blhphotography auf Flickr, CC-BY)

Photovoltaik ist eine Technik, über deren Sinn sich streiten lässt. Die Stromgestehungskosten sind hoch, ihr Beitrag zur Energieversorgung noch marginal. Auf der anderen Seite arbeiten die Module geräusch-, vibrations- und damit auch wartungsfrei, haben eine hohe Lebenserwartung und verursachen anders als die „konkurrenzfähigen“ fossilen Brennstoffe kaum externe Kosten.

Ob die Solarförderung in Deutschland Sinn macht, lässt sich sicher diskutieren. So schreibt „DMS !“ in einem sozialen Plaudernetzwerk in Reaktion auf einen Artikel bei Spiegel Online:

Bedauerlich. Und erschreckende Argumentation, die deutsche Solarbranche würde durch Subventionskürzungen in Gefahr geraten, so die Grünen im Bundesrat. […]

Wir können uns drauf einstellen, dass die Subventionen auf Dauer eher steigen, denn wenn andere Länder produktivere Hersteller haben, die wiederum günstigere Panels auf den Markt werfen, wird man in der deutschen Solarindustrie auf höhere Ausgleichszahlungen pochen.

Wir stecken also Steuergelder in die Solarbranche,
– damit sie noch weniger Anreize zur Effizienzsteigerungen hat.
– während mehr und mehr ausländisch hergestellte Panels auf deutschen Dächern landen.
– und nachher dürfen wir dann trotzdem noch die arbeitslos gewordenen Angestellten der insolvent gewordenen Firmen unterstützen. […]

Ein Musterbeispiel dafür, wie zerstörend eine zu lange eingesetzte Subvention ist.

Gießkannenartige Industriesubvention führen tatsächlich nicht zum Herausbilden wettbewerbsfähiger Unternehmen. Das hat sich unter wirtschaftlich kompetenten Regierungen durchaus schon herumgesprochen. Eben darum wendet das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2001 einen deutlich diffizileren Hebel an.

Das EEG setzt auf Regression: Über die Jahre sinkt der jährliche Obulus pro eingespeister Kilowattstunde (kWh) Solarstrom, was eine natürliche Effizienzsteigerung der Industrie erzwingt. Die Vergütung sinkt in 15 bis 20 Jahren bis auf null – dann müssen alle Unternehmen am Markt mit fossilen Energieträgern konkurrieren können, ob aus Deutschland oder Übersee.

Das macht man bei allen erneuerbaren Energieträgern, etwa auch bei Wind und Biogas. In dieser Zeit existiert ein Druck hin zu ständig steigender Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Technik. Wenn das einem Unternehmen nicht gelingt (oder es sich gar „auf dem Goldsäckerl ausruht“), ist es schnell vom Markt verschwunden. Damit die Unternehmen kalkulieren können, setzt das EEG auf Planungssicherheit. Wenn man diese langfristige Planungssicherheit durch kurzsichtige Gesetzgebung torpediert, zerstört man selbstverständlich die neu gebildeten Industrien.

Bei den Solarstromvergütungen aus dem EEG handelt es sich streng genommen um gar keine Subventionen des Fiskus, sondern um eine Umlagefinanzierung aller Stromkunden. Insofern zahlen sie (und nicht die Steuerzahler) für den Aufbau der nachhaltigen Energieversorgung der Zukunft, indem sie aus jeder verbrauchten kWh „Dreckstrom“ mit hohen externen Kosten (CO2-Emissionen, Endlagerung) auch etwas Nachhaltiges leisten.

„DEM !“ schreibt weiter:

Nur lasse ich mir den Bären nicht aufbinden, dass man für die deutsche Solarbranche auf ewig diese Ausgleichzahlungen leisten muss (ja irgendwann ists bei Null). Auch und gerade, wenn man bedenkt, welchen Anteil der Solarstrom in Deutschland hat und wie viel Geld das schon frisst. Korrigiert mich, aber ich meine gelesen zu haben, dass der Solarstromanteil (privat?) in Deutschland 2-3% beträgt.

Es ist immer leicht, mit dem Ist-Zustand zu argumentieren: Wenn man die Effizienzsteigerung einer Technik politisch verhindert und dies mit ihrer fehlenden Rentabilität begründet, beißt sich die Katze in den Schwanz.

Und das tut weh.

Norbert Röttgen, der Asympath

Februar 8th, 2010

Norbert Röttgen (Tohma, CC-BY-SA)

Norbert Röttgen (Tohma, CC-BY-SA)

Norbert Röttgen ist ja ein sympathischer Kerl. Mit 44 Jahren könnte er fast noch der Jungen Union zugerechnet werden. Aber der Mann wollte früh hoch hinaus: bis 2009 war er Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion. Zwischenzeitlich als Geschäftsführer beim BDI im Gespräch beerbte er 2009 Sigmar Gabriel im Amt des Bundesumweltministers.

Was macht ihn bei diesem Lebenslauf so sympathisch, wenn man nicht gerade charismatische, zur Macht strebende Politiker per se interessant findet? Ganz einfach: Norbert Röttgen ist ein entschlossener Kämpfer für Erneuerbare Energien (EE) und will nur an der Atomkraft festhalten, wenn es unbedingt nötig ist. Denn eigentlich wolle kaum jemand, dass die Meiler weiterlaufen. Und wenn wir bis 2020 einen EE-Anteil von 40 Prozent am Strommix erreicht hätten, könnten wir uns sogar den Ausstieg aus dem Ausstieg sparen. Denn dann braucht niemand mehr die Atomkraft.

Dass fast alle Prognosen über die zukünftige Rolle der Erneuerbaren bisher völlig unterhalb den realen Entwicklungen lagen, habe ich ja kürzlich dargelegt. Tatsächlich wachsen Wind, Bioenergie und Solar nämlich schneller, als fast alle Akteure in der Vergangenheit glaubten. Für das Jahr 2020 gibt der naturgemäß positive Bundesverband für Erneuerbare Energien einen Wert von 47 Prozent vor.

Diese Prognose dürfte Norbert Röttgen freuen. Entsprechend wolle er sich auch im Herbst darlegen, wie die Kernreaktoren schrittweise durch Erneuerbare Technologien abgelöst werden. Denn im Herbst plant die Regierung, ihr neues Energiekonzept vorzustellen. Und dann – so die versteckte Hoffnung der Bevölkerung – wird der ausgesprochen sympathische Norbert Röttgen die Notbremse ziehen, die ewiggestrigen Atomlobbyisten der FDP aufs Abstellgleis schicken und Wind und Sonne Vorfahrt einräumen.

Doch eine Sache macht stutzig. Am 9. Mai 2010 wird in NRW gewählt. Und wie überall im Lande sind auch hier die Menschen mehrheitlich gegen die Atomkraft. Warum sollten sie eine Partei wählen, die dann Monate später die Atomkraft wiederaufleben lässt? So eine Landtagswahl wäre doch die ideale Möglichkeit, ordentlich Denkzettel zu verteilen!

Deswegen hat die CDU einen so sympathischen Politiker wie Norbert Röttgen zum Umweltminister gemacht. Der Mann hat die Lizenz zum gegenfeuern. Ganz unverbindlich: Im Herbst wird er natürlich nicht gegen die Atomlobby ankommen. Aber er hat dann alles versucht. Und überhaupt: Die Wachstumsprognosen für die Erneuerbaren waren schon sehr geschönt. Wenn man den Rotstift von der Solarförderung versehentlich noch in die Vergütungssätze von Wind und Bioenergie abrutschen lässt, führt an der Atomkraft wirklich kein mehr Weg vorbei.

Wir brauchen die Geothermie

Dezember 23rd, 2009

Jede neue Technologie erfordert es, Chancen und Risiken fair gegeneinander abzuwägen. Keine Technik ist ohne Risiken, das ist auch bei erneuerbaren Energien nicht anders. Die Geothermie ist nach den Basler Beben und dem Bröckeln der Staufener Altstadt heftigen Angriffen ausgesetzt. Ein solches Kraftwerk wie in Basel will man nicht in seinem Hinterhof haben. Schon werden Projekte wie das in Landau in Frage gestellt, weil auch hier die Erde schwach bebte.

In Deutschland wird der größte Teil der Primärenergie zum Heizen verwendet. Wir brauchen die Geothermie, gerade in Ballungsräumen. Die tiefe Erdwärmenutzung wie in Basel benötigt günstige geothermische Bedingungen, die im dicht besiedelten Rheingraben vorliegen. Wenn man neben marginaler Stromerzeugung auch noch ein Fernwärmenetz speisen will, sucht man bewusst die Nähe zu urbanen Räumen.

Doch was sind die Alternativen zur Geothermie? Bioenergie wird diese Last regenerativer Heizungen nicht alleine schultern können, wenn man nicht Monokulturen und die Abholzung des Regenwalds für Palmölplantagen in Kauf nehmen will. Fossile Energieträger sind sowieso in Verruf. Man hat sie zwei Jahrhunderte lang genutzt, obwohl auch diese Technik viele negative Folgeerscheinungen hatte. Luftverschmutzung, Ölpest, Klimawandel: Was ist dagegen ein schwaches Erdbeben?

Nachtrag

Dieser Beitrag ging auch als Leserbrief an die TAZ – und in der Tat, am Dienstag wurde er gedruckt.

Basler Geothermiekraftwerk ist gestorben

Dezember 11th, 2009

Die tiefe Geothermie ist die riskanteste aller erneuerbaren Energien.  Ein Investor oder auch öffentliche Stellen müssen einen ein- bis zweistelligen Millionenbetrag in die Hand nehmen. Der wandert sofort in die Hand einer großen Bohrfirma aus dem Ölgeschäft. Die Gewinnmarge ist bei den Kohlenwasserstöfflern groß. Deshalb verlangt man auch den Geothermikern viel ab. So eine Tiefenbohrung ist aber – fairerweise angemerkt  – auch eine aufwendige Angelegenheit. Allein die Bohrmannschaft samt Equipment kann an einem Standort schon mal 100.000 Euro am Tag verschlingen.

Bisher bibberten die Investoren vor allem um ihre im Untegrund verbuddelten Milliönchen. Denn keiner kann genau vorhersagen, ob in der anvisierten Tiefe wirklich eine Temperatur angetroffen wird, die dann einen wirtschaftlichen Kraftwerksbetrieb ermöglicht. An manchen Standorten bleibt man so ungünstig stecken, dass das ganze Projekt aufgegeben werden muss, wie in Bad Urach auf der schwäbischen Alb passiert.

Anwohner können sich mit der Geothermie vertragen: Forschungskraftwerk Soultz-sous-forêt

Anwohner können sich mit der Geothermie vertragen: Forschungskraftwerk Soultz-sous-forêt

Doch der Wind hat sich gedreht. Heute bibbern sie in eine ganz andere Richtung. Die Bevölkerung erzeugt den Gegenwind. Am 8. Dezember 2006 bebte im schweizerischen Basel die Erde mit einer Magnitude von 3,5. Das ist nicht viel. Unterhalb von Magnitude 3 ist gar nichts spürbar. Ein draußen vorbeifahrender Bus erzeugt mehr Vibration.  Doch in Basel gingen zu viele Gläser zu Bruch. Widerstand gegen die Geothermie machte sich breit. Die Regierung versprach eine umfassende Untersuchung. Die ist nun abgeschlossen: Das Riskiko für den Betrieb eines tiefen geothermischen Kraftwerks in Basel ist zu groß. Pro Betriebsjahr könne man mit bis zu 6 Millionen Euro Franken an Schäden rechnen, bescheinigen die Gutachter. Das wird auch der Betreiberfirma  Geothermal Explorers Ltd. zu heiß, die ihren Rückzug aus Basel ankündigte. Deren Geschäftsführer steht sogar vor Gericht, wegen der Verursachung von Erdbeben und den damit verbundenen Sachschäden.

In Basel sind mehrere entscheidende Fehler gemacht worden: Man hat die Bevölkerung nicht in den Bauprozess eingebunden und ihr nicht erklärt, warum Stimulationen des Untergrunds notwendig sind und dass sie Beben verursachen können. Daneben wurde nicht ausreichend sichergestellt, stärkere Beben zu verhindern. Das wäre mit geringeren Pumpraten möglich gewesen.

Nun aber hat die tiefe Geothermie ein Problem: Sie ist in weiten Teilen der Bevölkerung in Verruf geraten. Niemand wird sie so schnell in seinem Hinterhof haben wollen. Ihre große Stärke ist eine günstige und CO2-freie Nahwärmeversorgung. Die gemeinsame Förderung von Strom und Wärme macht die Kraftkwerke erst rentabel. Deswegen hat man in Basel mitten in der Stadt gebohrt und deshalb wird man auch in Zukunft nicht umhin kommen, in urbanen Zentren zu bohren.

Ganz anders lief das übrigens in Soultz-sous-forêt, dem europäischen Vorzeigekraftwerk.  Hier hat man die lokale Bevölkerung direkt in den Planungsprozess einbezogen. Man hat erklärt, warum Stimulationen des heißen Gesteins für den Betrieb unerlässlich sind. Und dass keine gefährlichen Beben entstehen können. Das Kraftwerk steht allen zum Besuch offen. – Die Anwohner sind gut informiert und daher stolz auf das Pilotprojekt in ihrer Nachbarschaft und akzeptieren sogar gelegentliches Gläserklirren.

Ein Kommentar zu Desertec

November 7th, 2009

Gerade zwitscherte mir BlogWissen:

Desertec Industrial Initiative (DII GmbH) gründet: Wird der Traum wird Wirklichkeit?

Das Ganze wird als Energieversorgung der Zukunft hingestellt. Wir bauen riesige solarthermische Kraftwerke in die nördliche Sahara, versenken hunderte Kilometer Gleichstromkabel im Mittelmeer und haben die Energieversorgung für Europa gesichert. Nie wieder Angst vor russischem Ölterror, kaum noch  CO2-Emissionen durch Kraftwerke und wir helfen sogar den armen armen Afrikanern. Wessen Herz wird da nicht weich? – Ganz so rosig freilich male ich mir diese Zukunft nicht aus.

  1. Warum in die Ferne scheifen? Erneuerbare Energien gibt es überall.In Deutschland gibt es Energie in Hülle und Fülle. Die Windenergie, vor Jahren noch als völlig irrelevant belächelt, liefert bereits mehr als 7% des detschen Strombedarfs. Vor der Küste installierte Windparks haben ein noch größeres Potential und sind grundlastfähiger, denn dort weht der Wind deutlich stetiger als an Land. Erste Bundesländer stehen kurz davor, ihren kompletten Energieverbrauch mit Windenergie zu decken.Die Erneuerbaren eine dezentrale Energieform, die man prinzipiell überall aufbauen kann. Neben Wind im Norden des Landes muss man weiter im Süden mehr über Biomasse und -gas oder  Geothermie nachdenken. Überall lässt umweltfreundliche Energie ernten. Dafür muss man nicht nach Nordafrika gehen.
  2. Solarenergie lohnt sich in Deutschland nicht? In Deutschland regelt das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), wie eingespeister erneuerbarer Strom vergütet wird. Jedem Anlagenbetreiber wird ein fester Preis pro Kilowattstunde garantiert. Das Gesetz fördert die technische Fortentwicklung bis hin zur preislichen Konkurrenzfähigkeit mit den fossilen Energieträgern. Denn jedes Jahr sinkt die Einspeisevergütung um einen festgelegten Betrag. Die Hersteller müssen sicherstellen, dass sie ihre Anlagen über die Jahre ständig verbilligen. Das Konzept des EEG ist so erfolgreich, dass es (nach seiner Einführung in Deutschland) u.a. auch in Spanien, Japan oder Kalifornien eingeführt wurde.
  3. Heimische Erneuerbare Energien werden nie den gesamten Strombedarf decken?
    Alle bisherigen seriösen Prognosen über die Entwicklung erneuerbarer Energien lagen völlig daneben.

    Alle bisherigen seriösen Prognosen über die Entwicklung erneuerbarer Energien lagen völlig daneben. (Quelle: Bundesregierung)

    Seit der ersten Einspeisung aus Windrädern wurde geunkt, niemals würden die Energieträger ihre Nische verlassen, niemals einen signifikanten Beitrag zur Energieversorgung leisten. Tatsächlich haben sich sogar alle seriösen, d.h. nicht von der fossilen Energiewirtschaft bezahlten Studien deutlich verschätzt. Selbst die solarfreundlichere rot-schwarze Bundesregierung formulierte das Ziel, bis 2020 20% aus erneuerbaren Energien zu produzieren. Die aktuellen Wachstumsraten weisen eher in Richtung 30%, ohne jegliche weitere politischen Anreize. Wohl gemerkt: Hier geht es um heimische Erneuerbare Energien.

  4. Die Belastungen durch das EEG sind eine Zumutung. Seitdem die neue schwarz (wie Kohle)-gelbe (wie Atomenergie) Regierung an der Macht ist, werden immer mehr Rufe laut, am EEG zu rütteln. Die Förderung für die Photovoltaik wird als erste fallen. Aber selbst die Förderung für die so erfolgreiche Windenergie wird bereits in Frage gestellt. Aber wer mutet da eigentlich wem etwas zu? Sind wirklich die 2 Euro das Problem, die ein Durchschnittsdeutscher im Monat für den Ausbau der Erneuerbaren Energien hergibt? Sollten wir nicht zuerst über die externen Kosten der fossil-atomaren Energieversorgung reden? Wer zahlt denn die Sicherung von Castortransporten und die Lagerung von atomarem Müll über Jahrtausende? Wer zahlt die Sanierung des Endlagers Asse, das man nun vermutlich komplett ausräumen muss? Wer zahlt die Reinigung von Flüssen und Grundwasser, wenn wieder einmal ein Öltanker auf dem Rhein verunglückt ist? Wer zahlt die Kosten des Gesundheitssystems durch die Emission von Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und co. aus den großen fossilen Kraftwerken im Land? Und wer zahlt die Kosten, wenn 30 Jahre nach der CO2-Verpressung die unterirdischen Kavernen Leck schlagen? Die Gesellschaft, die Steuerzahler, wir alle zahlen dafür. Und das ist eine Zumutung.
  5. Wir müssen endlich unabhängig von ausländischem Erdöl und -gas werden. Die fossilen Ressourcen auf der Welt schrumpfen. Immer weniger Produzenten werden von immer mehr Konsumenten umgarnt. Wer den höchsten Preis zahlt, bekommt den Zuschlag.  Auf einem Produzentenmarkt entscheidet die über den Preis. Darum müssen wir uns unabhängig von Energieimporten machen. Dies wird nicht gelingen, wenn wir unsere Energiesicherheit in die Hand nordafrikanischer Despoten legen. Sicher macht es Sinn, in der Sahara mit der Sonne Energie zu gewinnen: für die lokalen Abnehmer! Für Nordafrika sind solarthermische Kraftwerke eine große Chance zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Desertec ist eine Farce. Man will uns weis machen, die Lösung unserer Energieprobleme könnten in Nordafrika gelöst werden. Dort können aber nur die Probleme von Nordafrika gelöst werden. Europa hat genug Potential, seinen Energiebedarf im eigenen Hinterhof zu decken.